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Leichte Sprache –

Kommunikation für alle

 

7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Erschreckend vor allem dann, wenn man bedenkt, wie viele Texte in unserm Alltag unverstanden bleiben. Sind Sie sich sicher, dass Ihre Botschaften immer verstanden werden? Haben Sie Ihre Zielgruppe komplett im Blick? Bedenken Sie, dass auch Menschen mit Behinderungen dazugehören? Kommunizieren Sie barrierefrei mit „Leichter Sprache“!

 

Inhalt:

 

1. Was ist Leichte Sprache?

2. Für wen ist Leichte Sprache?

3. Wo macht Leichte Sprache Sinn?

4. content.de als Agentur für Leichte Sprache

5. Kosten eines Text in Leichter Sprache

6. Wie läuft ein Projekt ab?

7. Angebot für Texte in Leichter Sprache 

  

1. Was ist Leichte Sprache?

 

Leichte Sprache ist eine stark vereinfachte Variante der deutschen Sprache, dessen Regeln auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basieren. Entsprechend formulierte Texte sollen für jeden Leser verständlich sein.

 

Anforderungen an Leichte Sprache:

 

  • Übersichtlichkeit
  • Allgemeinverständliche Ausdrücke
  • Eindeutigkeit
  • Einfache Satzstruktur
  • Schwierige Ausdrücke werden erklärt

 

2. Für wen ist Leichte Sprache?

 

Leichte Sprache richtet sich in erster Linie an Menschen mit sprachlichen oder kognitiven Schwierigkeiten. Zum Beispiel:

 

  • Alte Menschen
  • Menschen, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist
  • Gehörgeschädigte Menschen, die Gebärdensprache nutzen
  • Menschen mit Lernschwierigkeiten
  • Menschen, die eine Hirnverletzung erlitten haben
  • Jugendliche
  • Menschen aus bildungsschwachen Regionen

 

Allerdings: Ein bisschen mehr Leichte Sprache tut uns allen gut. So könnte man meinen, dass amtliche Vordrucke so verfasst werden, um uns Zeit und Nerven zu stehlen. Wichtige Informationen bleiben oft unverstanden.  Ziel des Verfassers? Verfehlt.

  

Leichte Sprache: für Städte und Gemeinden bald Pflicht

 

Für Städte und Gemeinden wird es deshalb schon bald ernst! Bis 2023 müssen sie ihre Texte in Leichter Sprache anbieten. Laut §11 BGG haben Städte, Gemeinden und Kommunen ihre Inhalte so zu formulieren, dass sie auch Menschen mit geistiger Behinderung, Lernbeeinträchtigung oder sonstigen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache verstehen können. Aufatmen – auch beim Rest der Gesellschaft. Tschüss, Amtsdeutsch! Gesetze, Verträge oder Satzungen kann bald jeder verstehen.

 

3. Wo macht Leichte Sprache Sinn?

 

Klare Kommunikation ist in vielen Bereichen angebracht.

(Bedienungs-) Anleitungen, FAQ-Texte oder Ratgeber-Texte: Auch hier könnten weit mehr Menschen erreicht werden, wenn es Versionen in Leichter Sprache gäbe. Für Unternehmen lohnt es sich also umzudenken.

 

Beispieltext: Übersetzung in Leichte Sprache

 

Das Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen zeigt an einem Beispiel, wie ein Text aus der normalen Sprache in Leichte Sprache übersetzt wird. Der Textabschnitt stammt aus einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

 

Version 1: normale Sprache

 

"Stärkere Schwerbehindertenvertretung 

Durch mehr Ansprüche auf Freistellungen und Fortbildungen wird die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in den Schwerbehindertenvertretungen der Betriebe verbessert."

 

(Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Öffentlichkeitsarbeit und Internet(Hrsg.): Das neue Bundesteilhabegesetz. Berlin 2016. Web:https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a766-das-neue-bundesteilhabegesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=5)

 

Version 2: Leichte Sprache

 

"Freistellung 

Ein Mitglied vom Werkstatt-Rat möchte einen Kurs machen.

In dem Kurs geht es um Dinge,

die für den Werkstatt-Rat wichtig sind.

Wenn man bei dem Kurs ist,

muss man nicht in der Werkstatt arbeiten.

Das heißt: Man wird freigestellt.

Bisher hatte man 10 freie Tage für Kurse.

Jetzt sind es 15 Tage.

Das Mitglied macht zum ersten Mal im Werkstatt-Rat mit?

Dann hat das Mitglied 20 Tage frei, um Kurse zu machen.

Die 15 oder die 20 Tage sind für eine Amts-Zeit.

Eine Amts-Zeit ist die Zeit, die man in einem Amt ist.

Zum Beispiel in einem Werkstatt-Rat.

Die Amts-Zeit für den Werkstatt-Rat ist 4 Jahre.

Der Werkstatt-Rat wählt einen Vorsitzenden.

Der Vorsitzende braucht Zeit für den Werkstatt-Rat.

Deshalb kann er von der Arbeit in der Werkstatt freigestellt werden.

Er muss dann für eine bestimmte Zeit nicht in der Werkstatt arbeiten.

Es gibt 200 oder mehr Beschäftigte in der Werkstatt?

Dann ist der Vorsitzende immer freigestellt.

 

Stellvertreter

Der Vorsitzende hat einen Stellvertreter.

 

Bisher war es so:

Der Stellvertreter war nie freigestellt.

 

Jetzt ist es so:

Die Werkstatt hat mehr als 700 Beschäftigte?

Dann ist auch der Stellvertreter von der Arbeit in der Werkstatt freigestellt.

Der Stellvertreter muss dann nicht mehr in der Werkstatt arbeiten."

 

(Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat  Va (Hrsg.): Bundesteilhabegesetz in Leichter Sprache. Bonn 2017)

 

Bilder vereinfachen die kognitive Textverarbeitung zusätzlich und sind ein wesentliches Element der Leichten Sprache. Auffällig ist, dass die Version in Leichter Sprache nicht nur deutlich länger ist, sondern auch mehr Informationen enthält als der Originaltext. Die Anordnung von Informationen ist ein wichtiger Aspekt bei der Leichten Sprache, da der Umgang mit Verweisen zwischen verschiedenen Textabschnitten nicht allen Menschen leichtfällt.Die Länge des Endtextes kann die Länge des Ausgangstextes also deutlich überschreiten.

 

4. Ihre Agentur für Leichte Sprache

 

Wir unterstützen Sie, wenn Sie sich die Zielgruppe von ca. 7,5 Millionen Menschen neu erschließen möchten oder einfach nur Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen müssen. Wir übersetzen Ihre Texte in Leichte Sprache.

 

Setzen Sie auf den Profi der Texterstellung, wir bieten Ihnen:

  • Einen persönlichen Projektbetreuer, der Sie von A bis Z unterstützt
  • praxiserprobte Prozesse, die die Abwicklung umfangreicher Textmengen gewährleisten
  • Kompetenz beim Thema „Leichte Sprache“ durch eine enge Zusammenarbeit mit der Uni Hildesheim (zu klären, ob wir das „so“ formulieren dürfen!!)

 

5. Kosten eines Text in Leichter Sprache

 

Die Kosten eines Textes hängen grundsätzlich immer vom Umfang des gesamten Projektes ab. Ab 32 Cent/Wort geht es los, sodass die Kosten für die Übersetzung eines Textes von 300 Wörtern bei 96 EUR liegen. Ein konkretes Angebot erfragen Sie bitte über unser Kontaktformular. 

 

6. Wie läuft ein Projekt ab?

 

  1. Beratung & Angebotserstellung
  2. Aufbereitung der Texte und Suche nach den passenden Übersetzern, je nach Themengebiet
  3. Übersetzung der Texte
  4. Qualitätskontrolle: Entsprechen die Übersetzungen den Regeln der Leichten Sprache?
  5. Lieferung der Texte in Leichter Sprache im gewünschten Dateiformat

 

7. Angebot: Texte in Leichter Sprache 

 

Regeln für Leichte Sprache

Zu den wichtigsten Regeln gehören:

Nominalstil, Inversion, Passiv, Konjunktiv, Genitiv und Negationen sind ebenso zu vermeiden wie komplexe Satzgefüge und eine ungeeignete Anwendung von Zahlen und Sonderzeichen. Die Sätze sollten nur wenige Wörter umfassen und nur eine Aussage enthalten. Hinsichtlich der Wortwahl ist auf die Vermeidung von Fremdwörtern, Fachbegriffen und Metaphern (wie „Rabeneltern“) zu achten. Werden Abkürzungen verwendet, sind diese bei der ersten Verwendung zu erklären. Für die Anrede mit „Sie“ oder “Du“ gelten dieselben Regeln wie in der Standardsprache. Nach jedem Satz beginnt eine neue Zeile und Texte sind in möglichst viele Absätze zu unterteilen

 

Leichte Sprache von Profis

Die Texterstellung erfordert ein gutes Sprachgefühl und eine ebenso gute Einfühlung in die künftigen Leser. Wie allgemein oder spezifisch etwas ausgedrückt werden sollte, hängt von der Art der Information ab. Genaue Angaben zu (insbesondere weit in der Vergangenheit liegenden) Zeitpunkten sollten beispielsweise gemäß obigem Diagramm nicht gemacht werden, sondern sind durch eher vage Angaben (vor langer Zeit) zu ersetzen. Andererseits ist die Verwendung einzelner konkreter Begriffe (Bus und Bahn) einem abstrakten Oberbegriff (öffentlicher Personennnahverkehr) vorzuziehen. Im einen Fall wird die Information vager, im anderen genauer. Was jeweils sinnvoll ist, ist jedoch kontextabhängig. So bietet sich ein einem Fall die Verwendung einer Abkürzung an, weil sie häufig verwendet wird (z. B. VW), in einem anderen Fall wäre das nicht zielführend. Wie vorzugehen ist, lässt sich daher vielfach nicht pauschal angeben.  In einem gegebenen Zusammenhang die beste Strategie zu wählen, erfordert Erfahrung, außersprachliche Kenntnisse und sprachliche Vielseitigkeit.

 

Fachtexte und Gesetzestexte stellen eine besondere Herausforderung dar, da diese meist komplexe Sachverhalte beinhalten, die eigentlich nur mit wohldefiniertem Fachvokabular griffig und eindeutig formuliert werden können. Damit eine Regel exakt befolgt werden kann, muss sie auch exakt formuliert sein. Eine inhaltlich erschöpfende Umschreibung mit allgemeinverständlichem  Vokabular und simpler Grammatik ist normalerweise umständlich, langatmig und nur schwer in einen übersichtlichen Satzbau zu bringen. Die Kunst, hier gut verständliche Texte zu formulieren, die die Adressaten mühelos bis zum Ende lesen können und die gleichzeitig exakt das ausdrücken, worum es geht, beherrschen nur wenige Autoren.

 

Verweise auf schwierige Texte und schwierige Fachbegriffe innerhalb eines einfach formulierten Textes sind bei dieser Gratwanderung zwar ein gangbarer Ausweg, sollten aber so selten wie möglich angewandt werden, um die Leser nicht abzuschrecken. Erläuterungen sind hilfreich, ziehen aber den Text in die Länge. Hier gilt es mit einer sinnvollen Struktur Klarheit zu schaffen. Für die grafische Gestaltung gelten in der Leichten Sprache zudem auch eigene Regeln.

 

Zwischen Verständlichkeit, Übersichtlichkeit und Exaktheit ist das richtige Verhältnis genau auszutarieren. Um insbesondere bei Gesetzestexten brauchbare Ergebnisse zu erhalten, die nichts verzerren und die Rechtsverbindlichkeit nicht gefährden, ist daher der Einsatz geschulter, erfahrener Texter unabdingbar. Kenntnisse der Materie sind vielfach ebenso wichtig wie sprachliche Fertigkeiten. Bei der Wahl eines geeigneten Autors unterstützt Sie unser Team. Am Ende muss zudem eine Prüfung der Verständlichkeit stehen. Daher ist Full Service mit Beteiligung von Fachleuten und Vertretern der Zielgruppe für solche Texte ein Muss.

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