Content-Manager

Content-Manager im Profil

Ein Content-Manager entwickelt Konzepte für den Content von Webseiten und trägt zudem die Verantwortung für kontinuierlichen frischen und passenden Content. Das Anforderungsprofil eines Content Managers hat in den letzten Jahren an Komplexität zugelegt. Neben der Fähigkeit, komplexe Sachverhalte ohne Umstände zu durchdringen, spielen Führungsstärke, strategisches Denken, neben technischem Know-how sowie konzeptionelles und gestalterisches Arbeiten eine wesentliche Rolle im Tagesgeschäft.


Ein Content-Manager muss aktuelle Entwicklungen im Web stets im Blick haben und mit passenden Strategien auf sich ständig veränderte Marktgegebenheiten reagieren. 

Das Anforderungsprofil eines Content-Managers ist vielfältig und umfasst unter anderem:

  • Oftmals wird ein abgeschlossenes Studium mit den Schwerpunkten Marketing, Kommunikationswissenschaften oder Neue Medien erwartet.
  • Strategisches Denken und konzeptionelles Arbeiten
  • Hervorragende Kenntnisse in Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion sowie ein treffendes Ausdrucksvermögen
  • Grundlagenwissen in den Bereichen SEO (Keywords und Co) und Onpage-Optimierung
  • Sicherer Umgang mit gängigen Content-Management-Systemen, wie zum Beispiel Wordpress, Typo3 oder Joomla
  • Führungsqualitäten, um ein Team zu begeistern und anzuleiten
  • Controlling


Aufgabenbereiche eines Content-Managers 
 

Die Aufgaben eines Content-Managers lassen sich in sechs Teilbereiche unterteilen: 

  1. Erstellung eines Grundlagenkonzeptes: Bestimmung von Kanälen und Guidelines 
  2. Analyse und Themenfindung durch die Auswertung vorhandener Informationen
  3. Entwicklung einer Content-Planung mit Timeline
  4. Erstellung der Inhalte/Beauftragung der Produktion von Unique Content
  5. Einpflegen der Inhalten 
  6. Controlling der Ergebnisse und regelmäßiges Nachjustieren

 

1. Erstellung eines Grundlagenkonzeptes

Der Content-Manager legt zunächst fest, welche Kanäle: Facebook, XING, Blogs, Presseportale, Webseiten von Kooperationspartnern mit Content zu befüllen sind. Parallel dazu legt er, im Rahmen von Guidelines ein einheitliches Wording für die einzelnen Kanäle fest. Darin wird unter anderem festgeschrieben, wie die Ansprache: »Sie« oder »Du» in den einzelnen Kanälen zu erfolgen hat oder zum Beispiel, ob ein formeller oder eher persönlicher Stil zu bevorzugen ist.  

 

2. Analyse: Themenfindung durch die Auswertung vorhandener Informationen

Im ersten Schritt sind Informationen als Grundlage für ein tragfähiges Konzept zusammenzutragen. Hierbei sind geschäftspolitische Entscheidungen, beispielsweise die Fokussierung auf eine spezielle Produktsparte, die in Vertriebs- und Marketingmaßnahmen münden genauso maßgeblich, wie die Auswertung der Google-Analytics-Zahlen oder den Infos aus den Google-Webmaster-Tools.
Die geschäftspolitische Entscheidung, die vorgibt, wohin die Reise gehen soll, wird mit der IST-Situation verglichen. Es gilt herauszufinden, welche Themenbereiche bereits treffend besetzt sind und den Kunden und potentiellen Kunden notwendige Informationen liefern und zu den gewünschten Interaktionen führen. 

Themenbereiche, die gar nicht, oder nur unzureichend besetzt sind, sind zu stärken. 

Dafür sind Tools wie Searchmetrics oder Sistrix eine echte Hilfe. Neben Infos zu trafficstarken Seiten des betreuten Webprojekts können über Keywordvorschläge wertvolle Hinweise zu zielführenden Themen abgeleitet werden. 

sistrix

Für die Themenfindung bietet content.de mit der Themensuche einen effektiven Prozess an. Hierbei werden die Autoren von content.de aktiv in den Prozess der Inhaltsfindung eingebunden und liefern Themenvorschläge, die per Mausklick beauftragt werden können.  

Als weitere Möglichkeit der Themenfindung können wdf*idf-Analysen zu relevanten Keywordkombinationen genutzt werden. Der in der Analyse ausgewiesene semantische Rahmen bietet Raum, um zusätzliche, trafficstarke Themen zu finden und diese zu entwickeln. 

crr Analyse

(Abbildung: Ansicht "Top 20 proof Keywords" der CRR-Analyse aus dem content.de-System zum Keyword "Content-Marketing")

CRR

(Abbildung: Ansicht "Detailansicht der gut rankenden Domains" der CRR-Analyse aus dem content.de-System zum Keyword "Content-Marketing")

 

3. Konzeption: Entwicklung eines Content-Plans

Für einen Content-Plan finden sich verschiedenste Vorlagen im Netz, sofern man nicht einen eigenen Content-Plan entwerfen möchte. Im Content-Plan werden die Themen, für die Texte zu erstellen sind, festgelegt und den dafür verantwortlichen Personen zugeordnet. Außerdem wird im Content-Plan geregelt, zu welchem Zeitpunkt und über welchen Kanal die Inhalte veröffentlicht werden.

Der Content-Plan stellt eine längerfristige Planung aller Kanäle unter der Berücksichtigung von Content-Marketing Maßnahmen und Social-Media-Aktivitäten sicher und verhindert damit die unkontrollierte und unabgestimmte Veröffentlichung von Inhalten.

Je nachdem, wie umfangreich der finale Content-Plan ausfallen darf, empfiehlt es sich, auch Contentquellen als Assoziationshilfe zu hinterlegen:

content plan

 

4. Erstellung der Inhalte/Beauftragung der Produktion von Unique Content

Nachdem mit der Contentstrategie die Marschroute festgelegt wurde, und ein Wording für die einzelnen Kanäle definiert worden ist, sind die benötigen Inhalte zu erstellen oder durch Dritte erstellen zu lassen. Sofern entsprechende Kapazitäten in Form freier und fachlich kompetenter Texter vorhanden sind, können die Themen innerhalb des eigenen Hauses geschrieben und ggf. themenspezifische Teams gebildet werden. 


Fehlt es an der Kompetenz oder den Kapazitäten, Inhalte von entsprechender Güte (Texte sind auch zu redigieren!) oder im benötigten Umfang zu erstellen, kann der Content auch über Texterplattformen oder eine Textagentur eingekauft werden. Der Einkauf von Texten wird durch den Content-Manager koordiniert. 

Im ersten Schritt ist der passende Vertragspartner zu finden. Es gibt Copywriter, kleinere Texter-Agenturen, oder auch Marktplätze über die Textaufträge an mehrere tausend Texter vergeben werden können. Ganz gleich, ob Sie kleine Textmengen, große Volumina oder regelmäßig Texte benötigen, Markplätze bieten dem Content-Manager viele Möglichkeiten im Rahmen eines ansprechenden Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Erfolg beim Texteinkauf mit aussagekräftigem Autoren-Briefing und strukturierte Daten

Wenn der Content-Manager seine Inhalte einkauft, nimmt er mit seinen Vorgaben, dem Autoren-Briefing und den bereitgestellten Informationen, maßgeblichen Einfluss auf den Prozess der Texterstellung. Die Berücksichtigung der nachfolgenden Aspekte beeinflusst den Prozess des Contenteinkaufs positiv:

  • Ein verständliches und übersichtlich strukturiertes Autoren-Briefing
  • Die Bereitstellung eines Mustertextes als Ergänzung zum Autoren-Briefing
  • Zur Texterstellung notwendigen Informationen sollten erfassbar aufbereitet sein.


Content-Manager trägt die Verantwortung für die Güte der Texte

Von entscheidender Bedeutung ist, dass jeder Text gehaltvoll wie ein edler alter Wein ist. Die Schaffung eines Mehrwerts für den Leser muss ein ehrliches Anliegen des Texters sein. Hauptverantwortlich für den Mehrwert der Inhalte ist der Content-Manager, der seine Inhalte stets vor der Veröffentlichung auf dessen Gehalt überprüfen sollte. 

Erfolg beim Bloggen: Wenn der Content dem Leser ernsthaft etwas zu bieten hat, wird dies auch zu einer attraktiven Platzierung in den Suchergebnis-Seiten bei Google oder entsprechenden Likes/Shares bei Facebook führen.  

 

5. Einpflegen der Inhalte

Entsprechen die Texte den Vorgaben des Content-Managers, sind diese zum geplanten Veröffentlichungstermin in ihren Zielmedien freizugeben. Die Texte sind in CMS-Systeme, wie zum Beispiel Wordpress, Jomla oder Typo3 und in den Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, Google-Plus oder Twitter einzupflegen. 

Technisches Grundlagenwissen beim Content-Manager zu den einzelnen Redaktionssystemen ist ratsam, da sich dadurch Prozesse effizienter gestalten lassen. Die sinnvolle Verwendung von API-Anbindungen kann manuelle und zeitintensive Copy&Paste-Vorgänge unnötig machen, wodurch sich Zeit und Kosten einsparen lassen. Entscheidend ist dafür die soziale Kompetenz und das Durchsetzungsvermögen des Content-Managers, der in diesen Fällen mit Stabsabteilungen wie der IT-Abteilung Hand in Hand arbeiten muss, um die technische Anbindung auf tragfähige Füße zu stellen. 

 

6. Controlling der Ergebnisse und regelmäßiges Nachjustieren

Nachdem die Texte an ihrem Bestimmungsort angekommen sind, macht sich der Content-Manager an das Controlling der Ergebnisse. Hierbei geht es um die zwei Kernfragen:

  1. Werden die Inhalte von unseren Kunden wie gewünscht konsumiert und lassen sich ggf. aus Kommentaren und Reaktionen neue Themen ableiten und Inhalte schaffen?
  2. Konnten Trafficzuwächse erzielt werden?


Wenn eine der beiden Fragen mit »Nein« beantwortet werden muss, hat der Content-Manager nachzujustieren. Wenn die Inhalte nicht konsumiert werden, ist zu klären, ob es am fehlenden Gehalt der Inhalte liegt, oder ob die Inhalte unter Umständen nur unzureichend wahrgenommen worden sind. Sollte der Text nicht den gewünschten Traffic liefern, ist auch hier Ursachenforschung zu betreiben. Dafür kann der Content-Manager in Zusammenarbeit mit einem SEO-Fachmann die Analytics-Daten auswerten. 

Mit der wdf*idf-Analyse, die bereits auch als Instrument zur Themenfindung angeführt worden ist, kann auch geprüft werden, welchen Dokumenten eine höhere Relevanz eingeräumt wird, um den eigenen Beitrag um fehlende und relevante Inhalte zu erweitern.

bpwd mein Chef CodeOfConduct

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